Rückblick 2015-2019

Kurzer Rückblick – die ausführlichen Berichte finden Sie hier: Berichte & Presse

2015
Urlaub Juni 2015 auf der griechischen Insel Lesbos
An den Nordufern und auf den Straßen Richtung Süden (65km) erste Flüchtlingsgruppen. Meist junge Männer, die von ihren Familien vor dem Kriegsdienst geschützt werden sollten und hoffentlich die Gefahren am einfachsten meistern könnten.
Wir verteilen Wasser, Lebensmittel, Pflaster und Verbandszeug …. “Shukran Mother” (Danke Mutter). Transport der Geflüchteten von Nord nach Süd unter Geldstrafe / Fahrzeugeinbehalt und evtl. Gefängnisaufenthalt verboten; Fußmarsch über 65 km quer über die Insel für alle ungeachtet der Hitze, körperlicher Einschränkungen …

Im Juni ist schon klar – mehr und mehr Flüchtlinge würden kommen.

In Deutschland bat ich um Unterstützung für meine Reise Ende August bis Mitte September 2015 im Freundschaftskreis, in meinen Tanzkreisen, beim Sport und auf der Arbeit – und erhielt viele Geldspenden. DANKE !!! So entstand meine rein private Inititiative im Sommer 2015 in der Annahme, dass es sich um einen Zeitraum von vielleicht 1 bis 2 Jahren handeln würde.
Auf der Insel machte ich dann “Empfangsdienst” und “Transportdienst” mit Wasser, Obst und Keksen, Pflastern, Schmerzmitteln. Bei manchmal mehr als 2000 ankommenden Flüchtlingen pro Tag nur in einem Nord-Küstenabschnitt von nur 12 km – es reichte nie. “Angemeldete” private Transfers mit meinem Auto über die 65 km in den Süden waren endlich erlaubt …

Viele Familien, Behinderte, junge und alte Menschen, Verletzte, Traumatisierte

Meine dort lebenden Freunde (Vater, Mutter, die Mädchen (0 & 6 Jahre alt) übernahmen Mitte September diese Aufgabe.

Ende 2015 Übernahme der Verantwortung für das Kinderzelt im Außenbereich des Lagers Mória / Better Days for Mória.

Wir versorgten die Kinder mit Spielmaterial und die dortigen Geflüchteten mit Lebensmitteln, Kleidung, Hygieneartikeln, … alle Altersgruppen, viele Nationalitäten, Kranke, Verletzte, Traumatisierte, …

Aber alle haben noch berechtigte Hoffnung: EUROPA hilft.
Und die Insel ist lediglich eine kurze Durchgangstation.

2016
Ungefähr bis Mitte 2016 betreuten wir das Kinderzelt außerhalb des Lagers Mória. Dann wird der Außenbereich “Olive Grove” leider und aus nicht nachvollziehbaren Gründen aufgelöst.
Und meine Freunde siedeln im September um nach Holland, wo ihre Wurzeln liegen.
Danach konzentrierte sich die Unterstützung auf das Zentrum “ONE HAPPY FAMILY”. Wir kaufen hier Lebensmittel für ordentliche Mahlzeiten, da die Ernährung im Lager Mória nicht einmal den Hunger stillt und schon gar nichts mit LEBENS-Mitteln zu tun hat.

In diesem Jahr schließen auch die inner-europäischen Grenzen endgültig.
Die Zeit der Hoffnung auf ein menschenwürdiges Leben ist vorbei.
Die Zeit der Hoffnungslosigkeit beginnt mit der Schließung der Grenzen und dauert bis heute an.

2017 – 2019
Wir verwenden die Spenden, um Notstände auszugleichen. Wie ungesundes und unzureichendes Essen. Oder nur 2 Windeln pro Tag pro Baby von der Lagerverwaltung.
Von uns:
Lebensmittel für eine gesündere Mittagsmahlzeit im ONE HAPPY FAMILY, im HOPE PROJECT u.a.
Windeln und Feuchttücher, Schuhe und Kleidung zur Verteilung im HOPE PROJECT.